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Yes, Man. To the sky.

Kaum ein anderes Spiel – außer jüngst Pokémon GO – polarisiert und spaltet die Gemüter derzeit mehr. Es begeistert. Es enttäuscht. Es lässt staunen. Es lässt einen kalt.

Es wäre in dieser Reihe sicher nicht das erste Spiel, aber bestimmt eines, das ob seiner Ankündigung und den Hype darum besonders ins Auge fällt.

Ganz klar, No Man’s Sky.

Fleet

Dieses Spiel spaltet nicht nur die Gamer-Gemeinde, sondern auch mich. Seit der Ankündigung, dass ein Weltraumspiel entwickelt wird, welches nahezu unendlich und frei erkundbar sein soll, ließ mich heiß darauf warten. Sollte dies endlich das lang ersehnte Open-Space-Game sein?

Kaum eine News, die ich nicht über den Fortschritt der Entwicklung las und natürlich seit Livegang auch nahezu jeden Test, Kritiken, Meinungen. Dazu Let’s Plays und Reviews. Und das alles nur, um mir selbst die Entscheidung leichter zu machen, ob ich bereit bin für dieses Spiel einen AAA-Preis zu zahlen.

Es gilt zwar mehr oder weniger offiziell als Indie-Titel, wurde aber schon sehr lange als AAA-Titel beworben und gehypt. Nicht erst seit Sony offiziell die Patenschaft übernommen hatte. Leider kostet es auch soviel wie übliche AAA-Games und man fragt sich zweifellos „sind es die rund 60 Euro wert?“
Nach allen derzeitigen Meinungen, ob der Kritiker oder der Befürworter ist man dabei skeptisch.

NewEridu

Die Spielidee ist nicht neu, aber durchaus anders. Ein offenes, nahezu unendliches (ca. 18 Trillionen Planeten) Universum, das man fast beliebig erkunden kann. Fast? Naja, man muss dafür schon einiges tun.
Exploren, grinden, farmen, craften. Und von vorn. Ja, das riesige, prozedural erzeugte Universum wird beim Gameplay lediglich auf diese wenigen Möglichkeiten beschränkt. Man könnte zwar Minecraft als großen Bruder daneben sehen und behaupten, dass dort auch kein anderes Spielprinzip vorherrscht, aber bei NMS ist das ganze doch erheblich dünner. Außerdem keine Quests, keine Story, kaum Action, kein Multiplayer. Viele Dinge, die man durchaus in so einem Spiel erwarten könnte. Vor allem bei diesem Preis. Schon sehr abschreckend, wenn man sich all das auf der Zunge zergehen lässt. Und ich lasse hier bewusst mal die allen neuen Spielen zugrunde liegenden üblichen Kinderkrankheiten außer Acht, seien es Bugs, Exploits, Cheats oder auch einfach nur vergessene Spielprinzipien, weil man als Entwickler den Fokus auf was anderes gelenkt hatte.

Doch ich entschied mich nun dafür. Ich wollte es immer spielen, ich bin neugierig auf das vielgelobte Feeling, wenn man zum ersten Mal mit seinem Raumschiff durch die Wolken bricht und in die Weiten des Alls eintaucht. Ich bin gespannt auf das möglicherweise beruhigende, ja vielleicht schon LSD-artig-psychedelische Erkunden eines fiktiven Universums. Es war schon immer mein Wunsch einmal ins Weltall fliegen zu können. Bin Science-Fiction-Fan. Las Unmengen Perry Rhodan Bücher, begleitete als Kind mit Spannung die Enterprise beim Vordringen in nie zuvor gesehene Galaxien und erkenne in NMS genau diesen skurrilen Retro-Charme, den die Entwickler auch beabsichtigt hatten. Die Farbpaletten, die bizarren Pflanzen und Tiere, all das erinnert an die simplen Pappmaché-Kulissen der Original Star Trek Serie aus den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Das alles kann ich nun in etwas abgespeckter Form selbst erleben und ausprobieren.

Walkers

Ich streife meinen Argwohn, meine leicht aufkeimende Enttäuschung über das Ergebnis des Releases ab und wage mich in das unbestimmte Abenteuer. Ich lasse die Kritiker und Hater hinter mir und mache mir ein eigenes Bild von allem, will es selbst erleben. Und ich stelle meine Erwartungen beiseite. Ich lasse es einfach auf mich wirken.

Vielleicht sollte man No Man’s Sky ein bisschen als der Punk der aktuellen Game-Szene sehen. Als ein Produkt, das nicht zwanghaft versucht dem Mainstream gerecht zu werden, der mutig genug ist, mit einem simplen Gameplay und knallig bunten Grafiken eine ganz eigene Community herbeizurufen, die wie einst bei Minecraft, ebenfalls Leute auf den Plan ruft, die sagen „hey, gebt dem Spiel eine Chance zu wachsen“.

Ich will von Anfang an dabei sein, nicht erst in einem Jahr, wenn der Sale das Spiel verramscht.

Ich gebe No Man’s Sky eine Chance.

Ja, Mann, auf geht’s in den Weltraum.


Am Samstag, den 13. August 2016 ab 19:00 Uhr starten wir mit No Man’s Sky bei Twitch und YouTube.


Bilderquelle: No Man’s Sky Press Kit

No Man’s Sky erhältlich bei

Yes or No Man’s Sky?

Der Weltraum, unendliches Warten. Warten?
Moment. Doch.

Ich warte schon sehr lange auf ein Open-World-Game, das im Weltraum spielt. Also quasi ein Open-Space-Game. Die Möglichkeit zu haben von Planet zu Planet zu fliegen und sich zu fühlen wie Captain Kirk. Oder Picard. Oder Han Solo. Oder Buck Rogers. Oder…
Wer und wie auch immer.

Aktuell liegen Space-Games im Trend. Schon so sehr, dass jede Ankündigung eines weiteren Weltraumspiels schon wieder skeptisch macht. Aber eben auch neugierig.
Doch kaum einer der populärsten Vertreter, die bereits released oder mindestens im Early-Access sind überzeugen mich wirklich. Und ich bin mir selbst nicht sicher, wie sie mich überzeugen sollen.

Nun kommt bald das Spiel, das ich schon lange mit Spannung erwarte und das mich ebenso skeptisch im luftleeren Raum hängen lässt: No Man’s Sky.
Ein Spiel, das mich schon bevor es spielbar ist ratlos macht. Es in mir den Konflikt auslöst, ob es das Geld wirklich wert sein wird, aber mich schlichtweg wegen seiner Größe und der Offenheit fasziniert. Und ich es unbedingt ab Releasetag spielen möchte.

Und dann die Frage:

Bietet es alles, was ich von einem Space-Game erwarte?

Aber was genau erwarte ich von einem Weltraumspiel, das zudem Open World ist?

Die Frage zu beantworten ist wohl genauso schwierig, wie so ein Spiel zu entwickeln. Oder die Frage, ob wir allein im Universum sind.

Versuchen wir es einmal einzugrenzen.
Allerdings gehe ich dabei nicht auf alle möglichen Weltraumspiele ein. Zu wenige kenne ich wirklich, um das richtig vergleichen zu können. Ich versuche lediglich meine persönlichen Vorstellungen und Wünsche für ein Open Space Game aufzulisten.

Machen wir es mal dem für mich fünf wichtigsten Punkten fest.

Energie.

1. Open World / Space

Bei den heutigen Open World Games liest man häufig über Vergleiche, wie umfangreich und groß die „offenen“ Welten denn nun wirklich sind. Oft versuchen die Entwickler sich regelrecht an Größe und Offenheit gegenseitig zu überbieten. Haben sich zudem schon pfiffige Spieler die Mühe gemacht zu „messen“, wie lange man benötigt, um die längsten Strecken in Open World Spielen zu bewältigen. Ob das am Ende als Maß für die Offenheit dienen kann, bleibt für’s Erste offen. Dass es jedoch immer noch eine Herausforderung zu sein scheint, eine große wirkliche offene Welt zu entwickeln, in dem Pro- und Antagonisten nach Belieben herumspazieren und dabei auch noch allerlei NPCs, Quests und Zeug antreffen, ist schon kein offenes Geheimnis mehr.

Open World ist sowieso im allgemeinen oft nicht so beliebt, wenn es nicht zufällig radioaktiv verseucht ist oder dort ein Hexer seinem Namen alle Ehre macht. Und wehe es klebt sogar das Logo eines Publishers aus Montreal dran. Shitstorm voraus. Auf den Schirm.

Also, wie groß muss ein offener Weltraum sein? Na unendlich doch wohl. Geht das?

Es sollte auf jeden Fall so groß sein, dass man einen Warpantrieb benötigt, um nicht Lichtjahre zu benötigen um mit Impulsantrieb von A nach B zu kommen und so dass es sich unendlich anfühlt. Sehr vage? Ja, das ist wohl genau das Problem von Open Space.

No Man's Sky: Trilliarden von Planete soll es zu erkunden geben.

No Man’s Sky: Trilliarden von Planete soll es zu erkunden geben.

2. Story

Ich bin kein großer Fan von Sandboxen. Ich hätte sicher genug Fantasie, um meine eigene kleine Hintergrundgeschichte zu spinnen, aber gib mir einen Sack Bausteine und ich sitze davor und weiß nicht, was ich bauen soll. Der typische Minecrafter wird nun sicher schmunzeln oder die Augen rollen. Diese Gruppe Gamer saß wohl als Kind schon immer gerne im Sandkasten und baute Burgen.

No Man’s Sky: Was bewegt das Universum? Welche Konflikte gilt es zu bewältigen?

Nein. Ich brauche einen Rahmen. Eine Motivation, die sich aus dem vor mir liegenden Spieluniversum ergibt. Einen Konflikt, Schlüsselfiguren, Fraktionen, einen roten Faden, ein Ziel. Nur so bin ich motiviert das Spiel anzugehen und auch durchzuspielen. Das muss nicht literarisch wertvoll sein. Schlichte Unterhaltung, eine gute Immersion und vielleicht Identifikation mit Held oder Antiheld wären vorteilhaft. Gerne in einer auswählbaren Rolle. Als Captain eines Schiffes, als Raumpirat, als Predator, Eroberer oder sogar als Q.

Es war einmal vor langer Zeit…na, Du weißt schon, was ich meine.

3. Quests

Das Spiel sollte mich nicht im Nichts zurücklassen. Ich will nicht erst herausfinden müssen, wohin meine Reise gehen wird. Außer es ist an die Handlung geknüpft und es ist meine Aufgabe herauszufinden, was meine Aufgabe ist. Also, gib mir Quests, einen roten Faden durch die Handlung, einen Grund die Welt zu erkunden. Das muss nicht linear sein, sodass man wirklich das Gefühl von einem gewissen Maß an Freiheit hat. Fallout, Skyrim und The Witcher, um nochmal die Top-Vertreteter beim Namen zu nennen, machen es vor. Man kann selbst entscheiden, wie man die Handlung und damit das Spiel abarbeitet. Auch gerne so, dass man bestimmte Gebiete erst erreicht, wenn man bestimmte Fähigkeiten oder Gegenstände erspielt hat. Der Erfolg der obengenannten Spiele geben diesem Prinzip recht. So will ich mich auch durch das Weltall vorarbeiten können.

No Man’s Sky: Was wird meine Aufgabe sein?

4. Exploration

Die Spur, die mir Quests legen ist wichtig für mich. Es gibt mir das Gefühl einen Grund zu haben überhaupt zu spielen. Aber nebenbei will ich auch erkunden. Auf freie Faust die Welten erleben und mich ihr einfach hingeben können. To explore strange new worlds and new civilizations.

Und mein Sammeltrieb will befriedigt werden. Doch nicht des Sammelns willen. Das Sammeln soll sich auf meine Erfahrung auswirken. Mir die Möglichkeit geben mich zu verbessern ohne Grinding. Der Levelaufstieg sollte an den Handlungsfaden und die Quests gekoppelt sein. Und an die Rolle. Einfach damit die Herausforderung bleibt.

No Man's Sky: Flora und Fauna.

No Man’s Sky: Flora und Fauna.

5. Action

Das bisher Aufgezählte könnte auch ein gemütliches Strategie- und Trading-Spiel werden. Doch in solchen Spielen fehlt mir oft der Biss. Langweiliges Business habe ich im Job schon genug. Ich will Action, Spannung, eine gefährliche und gar tödliche Herausforderung, Gegner. Das kann alles mit der Handlung verwoben sein oder einfach so in der offenen Welt lauern.

Und ich will Weltraumgefechte. Mit kleinen Kampfjägern, großen Flottenverbänden und vielleicht sogar mit todesstern-artigen Riesenschiffen. Und Gigantismus ist mittlerweile kein Hindernis mehr. Das sieht man an den Bossen in Dark Souls oder Final Fantasy.

No Man's Sky: Handeln oder Kämpfen?

No Man’s Sky: Handeln oder Kämpfen?

Eigentlich alles ganz simple Vorstellungen. Nichts, was es nicht bereits gibt. Ein Fallout oder The Witcher im Weltraum.

Wird No Man’s Sky das alles bieten?

Ich bezweifle es. Mindestens zwei meiner Wunschkriterien wird es wohl nicht erfüllen. Zumindest von den bisherigen Ankündigungen ausgehend.

Warum dann nicht gleich Star Citizen oder EVE?

Beide Spiele könnten all das bieten, was ich mir wünsche, aber sie sind mir zu komplex. Mein Weltraumspiel muss trotz der obengenannten Eigenschaften relativ simpel sein. Nicht leicht und auch nicht stupid, sondern ohne überfüllte Inventare oder Menübäume. Oder seitenweisen Crafting- und Ressourcen-Matrizen. Bei Fallout und Co. geht das auch.

Star Citizen ist mir in vielerlei Hinsicht zu ambitioniert, viel zu umfangreich. Die eierlegende Wookie-Xenomorph-Borg-Queen.

EVE dagegen ist zu sehr auf Multiplayer ausgelegt und ebenfalls erschlagend umfangreich. Es fühlt sich nach Fulltime-Job an. Und es könnte am Ende auch zu kostenintensiv sein.

Das ultimative Weltraumspiel wäre für mich eine Mischung aus The Witcher, Star Citizen oder Elite: Dangerous UND No Man’s Sky.

Für mich bleibt es ungewiss, ob ich bereit bin für No Man’s Sky den vollen Preis zu zahlen. Ich will es spielen und ich bin auch gerne bereit den Entwicklern die geldwerte Anerkennung zuzustehen, aber ob es das goldgepresste Latinum wert ist, wird sich noch zeigen. Was ich jedoch jetzt schon weiß, dass es bestimmt nicht alle Kriterien eines offenen Weltraum-Spiels erfüllen wird. Zumindest nicht meine.

Ich warte also weiter. Bis zum Releasetag oder länger. Hoffentlich nicht unendlich lange. Long and Prosper.


No Man’s Sky Trailer Compilation „Explore – Fight – Trade – Survive“


Was meinst Du? Wie soll Dein coolstes Space-Game aussehen, das Du gerne zocken würdest?

Schreibe es in die Kommentare.


Bildquellen: No Man’s Sky Press Kit

Offizielle Site: No Man’s Sky

 

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